Ich sehe das ein bisschen anders als die Vorredner – nicht falsch, aber ich finde man sollte R.Becker nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Auch der Effektivzins hat seine Grenzen als Vergleichsgröße.
Erstens: Bei Kreditkarten mit variablem Zinssatz ist der angegebene Effektivzins oft nur eine Momentaufnahme. Wenn die Bank den Sollzins anhebt, steigt der Effektivzins mit – und du hast keine Planungssicherheit.
Zweitens: Restschuldversicherungen und ähnliche optionale "Extras" fließen häufig nicht in den Effektivzins ein, obwohl sie beim Abschluss gerne mitverkauft werden. Das hab ich schon in der Haushaltsrechnung-Diskussion erwähnt – solche Kosten tauchen in keiner Zinsangabe auf, belasten aber das Haushaltsbudget real.
Drittens, und das richtet sich an den Sommer-Kontext: Viele Online-Banken machen gerade Aktionsangebote. Da bitte genau schauen ob der beworbene Effektivzins nur für bestimmte Bonitätsklassen gilt. "Ab x%" heißt nicht, dass du diesen Satz auch bekommst.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man mehrere Karten parallel vergleicht. Achte besonders auf versteckte Gebühren und ob die Cashback-Vorteile zu deinem Ausgabeverhalten passen. Lohnt sich, ein bis zwei Stunden Zeit zu investieren, bevor man sich festlegt. Kreditkarten vergleichen