Hallo zusammen,
ich bin relativ neu im Forum und habe gerade von dieser Open-Banking-Richtlinie gelesen. Soweit ich das verstanden habe, sollen die Banken jetzt ihre Daten teurer machen, damit Kunden leichter vergleichen können – aber stimmt das wirklich?
Ich bin Pensionär und habe derzeit drei verschiedene Girokonten bei unterschiedlichen Instituten, weil ich nie richtig wusste, welche Bank für mich die beste ist. Mein Handwerker-Sohn hat auch noch einen Unternehmenskredit von vor fünf Jahren und wir fragen uns, ob die Open-Banking-Regel ihm helfen könnte, bessere Angebote zu finden.
Meine Fragen: Macht es für Rentner und kleine Unternehmer praktisch einen Unterschied? Kann man wirklich transparenter vergleichen, oder ist das nur Marketing? Und wie sicher ist das Ganze mit den Bankdaten, wenn die herumgesendet werden?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Grüße,
Helmut F.
Guter Gedanke, Helmut – ich beschäftige mich auch seit kurzem wieder mit solchen Regulierungsthemen. Open Banking ist tatsächlich wichtig für Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen.
Was oft übersehen wird: Es geht nicht nur um Kredite, sondern auch um deine Autonomie. Du machst selbst keine Fehler bei der Bonität – die Bank macht sie, wenn sie deine Daten falsch interpretiert. Mit echten Zahlungsströmen statt SCHUFA-Abfragen sinkt das Risiko für dich, abgelehnt zu werden. Besonders für Rentner mit stabilen Einkommen kann das vorteilhaft sein. Dein Sohn könnte damit sogar bessere Konditionen für seinen nächsten Betriebskredit bekommen.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mehrere Angebote parallel eingegeben habe. Man sieht dann schnell, wo die echten Unterschiede bei den Konditionen sind und welche Bank wirklich passt. Lohnt sich auf jeden Fall, sich da ein paar Minuten Zeit zu nehmen, bevor man unterschreibt. Kreditvergleich
Hi Helmut,
bin erst mal skeptisch bei dem ganzen Hype. Open Banking klingt toll, aber in der Praxis musst du trotzdem überall einzeln anrufen und Unterlagen einreichen – das hab ich gerade wieder gemacht. Die Datenverbindung ist das eine, aber ob die Banken dann wirklich bessere Konditionen geben, ist fraglich. Eher reden die sich raus, dass deine Bonität nicht passt.
Zum Thema Sicherheit: Klar, die APIs sind reguliert, aber vertrau ich der Sparkasse meine Daten trotzdem nicht ganz. Lieber bleib ich bei dem, was ich kenne. Für dich persönlich würde ich dir raten: Spar dir die Komplexität.
Helmut, da schließe ich mich FirmenKreditPro an. Ich bin gerade selbst dabei, meine Kreditstruktur neu zu ordnen und habe mir Open Banking auch angeschaut – für meine Umschuldung könnte es Zeit sparen.
Bei dir als Pensionär würde ich ehrlich sagen: brauchst du nicht zwingend. Die drei Konten könntest du auch klassisch vergleichen über Rechner wie finanztest.de. Für deinen Sohn aber – wenn der seinen Firmenkredit irgendwann ablösen will – lohnt sich dann ein Blick auf solche neuen Plattformen, die über Open Banking laufen.
Lieber Helmut,
ausgezeichnete Frage. Ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Unternehmensfinanzierung und habe die Open-Banking-Entwicklung genau verfolgt. Die Richtlinie eröffnet tatsächlich neue Möglichkeiten – vor allem für KMU wie deinen Sohn.
Für Firmenkredite macht es konkret Sinn: Wenn sein Handwerksbetrieb seine Kontodaten mit Fintech-Plattformen teilt, können diese Angebote schneller und präziser kalkulieren. Die Bonität lässt sich aus echten Zahlungsströmen bewerten, nicht nur aus SCHUFA-Scores. Das habe ich in meinem früheren Beitrag zu Firmenkrediten zusammenfassen ähnlich behandelt.
Für deine drei Girokonten als Rentner hilft Open Banking weniger – da geht es eher um Alleinstellungsmerkmale wie Gebühren und Service. Zur Sicherheit: Die APIs sind reguliert und du bestimmst jederzeit, welche Daten freigegeben werden.