Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit einem Umschuldungsangebot von einem Online-Kreditanbieter und bin auf die RSV gestoßen. Der Anbieter bewirbt sie ziemlich aggressiv – angeblich nur 0,45% des Kreditbetrags monatlich. Auf den ersten Blick klingt das harmlos, aber wenn ich das hochrechne, wird's teuer.
Meine Frage: Bei einem 25.000er Kredit über 60 Monate würde die RSV etwa 5.625 Euro kosten. Das ist in meinen Augen nicht unerheblich. Ich vergleiche gerade drei Online-Anbieter, und zwei davon "drücken" die RSV sehr aktiv in den Konfiguratoren. Die klassischen Sparkassen-Angebote erwähnen das deutlich weniger präsent.
Woran erkenne ich, ob eine RSV wirklich sinnvoll ist – und nicht nur ein Provisionsmodell für den Anbieter? Welche Konditionen sollte ich konkret prüfen? Hat jemand Erfahrung, wie transparent Online-Anbieter hier wirklich sind?
Danke für realistische Einschätzungen.
Gute Frage, Werner. Das ist genau das Problem: Online-Anbieter verdienen oft mehr an der RSV als am Kreditspread selbst. Die 0,45% klingen niedrig, aber über 60 Monate läppert sich das zusammen.
Wichtig ist: RSV sollte nur dann sinnvoll sein, wenn Du arbeitslosen- oder berufsunfähigkeitsversichert werden möchtest – nicht als Produktplatzierung. Schau Dir an, ob der Anbieter Dir ermöglicht, die RSV nachträglich abzuschließen oder abzulehnen. Viele Online-Kreditrechner verstecken das in Layer-3-Menüs.
Mein Tipp: Berechne drei Szenarien – mit RSV, ohne RSV, und mit separat abgeschlossener RSV bei einem klassischen Versicherer (Allianz, AXA). Oft ist Letzteres günstiger. Dann siehst Du, ob die Online-RSV Gewinnmarge oder echte Absicherung ist. Das Effektivzins-Vergleich zeigt schnell, wie viel der Anbieter da reinkalkuliert hat.