Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Finanzlage zu ordnen und habe herausgefunden, dass ich bei der SCHUFA noch zwei alte Einträge habe, die eigentlich längst hätten gelöscht werden müssen. Ein alter Mahnbescheid von 2019 und ein kleinerer Kreditausfall von 2020. Beide sind mittlerweile beglichen.
Ich habe die SCHUFA angeschrieben und Löschung verlangt – das sollte in den nächsten Wochen durch sein. Meine Frage ist: Wie schnell wirkt sich das tatsächlich auf meinen Score aus? Ich plane im Oktober/November eine Umschuldung und möchte meine Chancen bei den Banken realistisch einschätzen können.
Welche Verbesserung kann ich konkret erwarten, wenn diese Einträge gelöscht sind? Und wie lange dauert es nach der Löschung, bis die neuen Werte bei den Banken ankommen? Hat hier jemand praktische Erfahrung damit gemacht?
Danke für eure Tipps!
Hallo Thomas,
freut mich, dass du proaktiv werden möchtest. Das ist schon mal der richtige Ansatz. Bei der Löschung ist wichtig zu verstehen: Die SCHUFA selbst arbeitet mit einem festgelegten Zeitrahmen – Mahnbescheiden und Ausfalleinträge sollten 3 Jahre nach dem Anspruchsausfoll gespeichert sein, nicht länger. Wenn deine Einträge tatsächlich illegal noch da sind, ist die Beschwerde richtig.
Jetzt der praktische Teil: Nach der Löschung selbst rechnet man mit 1-2 Wochen, bis die aktualisierten Daten in den SCHUFA-Systemen verfügbar sind. ABER – und das ist wichtig – das bedeutet nicht automatisch eine dramatische Scoresprung. Der neue Score wird dann von den Banken angefordert, wenn du die Kreditanfrage stellst.
Mein Tipp für deine Umschuldung: Lasse dich vorher von 2-3 Banken mit aktueller SCHUFA-Auskunft durchlaufen. So siehst du realistisch, wie dein neuer Score aussieht und welche Konditionen dir offen stehen. Manche Institute sind bei der Bewertung kulanter als andere – deswegen der Vergleich.
Warte nicht bis zum absoluten letzten Moment mit der Antragsstellung, weil die Systeme auch etwas Zeit brauchen, um synchron zu laufen.
Viel Erfolg dabei!