Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit zwei Jahren pensioniert und möchte in absehbarer Zeit eine Baufinanzierung aufnehmen. Meine Rente ist stabil, aber ich frage mich, ob meine Bonität als Rentner überhaupt ausreicht für bessere Konditionen bei den Direktbanken.
Ich habe in meinem Leben immer alles pünktlich bezahlt, aber jetzt lese ich hier im Forum so viel über SCHUFA-Einträge und Bonitätsfaktoren, dass ich unsicher werde. Mein altes Girokonto bei der Sparkasse habe ich schon lange, aber vielleicht wechsle ich ja zu einer Direktbank – könnte das meine Chancen bei der Baufi verbessern?
Vor allem würde ich gerne von euch Pensionären wissen: Welche konkreten Maßnahmen habt ihr umgesetzt, um eure Bonität zu verbessern? Waren das einfach nur Kleinigkeiten wie weniger Kreditkarten oder etwas Fundamentaleres? Habt ihr einen neuen Girokonti-Anbieter gewechselt und hat das geholfen?
Danke schon mal für offene Antworten!
HelmutBecker: Ich kenne das Problem! Als ich in Rente ging, war ich anfangs auch skeptisch. Was mir geholfen hat: Erst mal meine Kontoauszüge der letzten 12 Monate analysiert. Ich sah, dass ich öfter über meinen Dispo ging – das war der Killer für meine Quote. Nachdem ich das reduziert habe, bin ich zur Direktbank DKB gewechselt. Mit dem Girokonto dort bekam ich plötzlich bessere Angebote. Der Trick: Zeig der Bank, dass du deine Finanzen im Griff hast. Bei Rentner-Baufinanziering ist das entscheidend.
Markus S.: Wie lange brauchtet ihr denn, bis sich das merklich verbessert hat? Ich interessiere mich dafür, weil ich auch gerade versuche, meine Bonität aufzubessern, bevor ich einen Kreditantrag stelle. Sind 3 Monate Wartezeit realistisch oder sollte man eher mit 6-12 Monaten rechnen?
Helmut F.: Hast du schon deine Schulden-Einträge überprüft? Das war bei mir der erste Schritt. Kleine alte Forderungen können da noch rumfliegen und die Quote drücken. Kostenlos einsehen kannst du das auf der SCHUFA-Website. Ansonsten: Regelmäßige positive Einträge helfen – zum Beispiel wenn du ein kleines Sparkonto-Guthaben aufbaust und das regelmäßig auffüllst. Wirkt vielleicht dumm, aber für die Bonität-Berechnung zählt es. Beim Girokonti-Wechsel: Ja, sinnvoll, aber nicht allein entscheidend.
Wolfgang R.: Ein oft übersehener Punkt: Deine Kreditkarten-Nutzung. Viele Banken schauen nicht nur auf bezahlte Raten, sondern auch auf ungenutzten Kreditrahmen. Bei meinem letzten Vergleich habe ich zwei alte Kreditkarten gekündigt, die ich nicht brauchte – drei Monate später bessere Konditionen bei einer Direktbank. Auch Daueraufträge für wiederkehrende Zahlungen helfen, um Stabilität zu zeigen. Bei den Direktbanken kannst du oft kostenlos wechseln, aber wichtig: Lass dein neues Girokonto mindestens 3-4 Monate laufen, bevor du einen Kreditantrag stellst.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, die Karten einfach nach meinen Ausgabegewohnheiten zu filtern. Bei mir wars wichtig, dass es kostenlos ist und gute Cashback-Konditionen hat. Lohnt sich wirklich, vorher zu vergleichen, statt einfach die erste zu nehmen. Kreditkarten vergleichen