Hallo zusammen,
ich befasse mich derzeit mit einem Kreditangebot und der Bank wird bei der Kalkulation auch eine Restschuldversicherung miteingerechnet. Das erhöht die monatliche Rate um etwa 40-50 Euro bei einer Laufzeit von 8 Jahren – das sind insgesamt rund 3.800-4.800 Euro Mehrkosten.
Als Pensionär muss ich jeden Euro zweimal umdrehen, daher interessiert mich die Frage: Ist so eine Versicherung wirklich sinnvoll oder handelt es sich um ein profitables Geschäft für die Banken auf dem Rücken der Kunden? Ich hätte gedacht, dass bei meinem Alter und meiner stabilen Rentensituation das Risiko ohnehin gering ist.
Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr die Versicherung abgeschlossen oder weggelassen? Gibt es versteckte Gebühren oder Leistungsausschlüsse, auf die man achten sollte? Ich möchte die Gesamtkondition des Kredits vollständig durchschauen, bevor ich unterschreibe.
Danke für eure Insights!
Hallo Gerhard,
da bin ich ja nicht der einzige, der das kritisch sieht! Ich beschäftige mich gerade auch mit meiner Umschuldung und bin auf ähnliche Kosten gestoßen. Das Problem ist: Die Banken verdienen daran, und die Versicherungsgesellschaft auch. Am Ende zahlt der Kunde drauf.
Meine Frage wäre: Bei dir als Pensionär mit regelmäßigen Renteneinkünften – wo ist das Risiko wirklich? Die Versicherung greift ja nur im Todesfall oder bei Arbeitsunfähigkeit. Aber du bist ja nicht mehr berufstätig. Das finde ich fragwürdig.
Ich würde dir empfehlen, die Versicherung explizit ablehnen und schauen, ob die Bank eine deutlich niedrigere Rate anbietet. In vielen Fällen ist das möglich, auch wenn es nicht von selbst erwähnt wird.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit verschiedenen Konten gleichzeitig zu vergleichen, nicht nur auf die Gebühren zu schauen. Bei mir wars wichtig, dass die Mobile App läuft und der Support erreichbar ist. Schau dir mal die Kundenbewertungen an, da kriegst du oft einen besseren Eindruck als nur von den Features. Girokonto Vergleich
Gerhard, guter Punkt. Ich vergleiche solche Konditionen regelmäßig und habe da schon einige Überraschungen erlebt. Die Restschuldversicherung ist oft eines der am höchsten marginierten Produkte, das Banken anbieten können.
Was du unbedingt prüfen solltest: Welche Fälle sind wirklich abgedeckt? Es gibt da teils massive Ausschlüsse – vorbestehende Erkrankungen, bestimmte Berufsgruppen, Alter über 70 Jahren. Schau dir das Kleingedruckte an, bevor du zahlst.
Als Freiberufler kenne ich das Problem gut – ich zahle selbst, wenn mir was passiert. Deshalb habe ich mir diese Versicherung auch dreimal überlegt. Meine Tendenz: Bei dir als Pensionär würde ich die ablehnen und lieber eine separate Risikolebensversicherung abschließen, falls nötig – die ist transparenter und billiger. Lass dich von den 40-50 Euro monatlich nicht täuschen – das summiert sich zu einem beachtlichen Betrag.