Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meinen ersten größeren Ratenkredit zu planen und bin ehrlich gesagt etwas überfordert mit der Kalkulation. Ich verdiene regelmäßig, habe aber noch nie so systematisch meine finanzielle Situation durchgerechnet.
Mein Problem: Ich weiß gar nicht, wie ich anfange mit einer Haushaltsrechnung. Was muss ich da alles berücksichtigen? Miete, Nebenkosten – klar. Aber wie realistisch muss ich bei Lebensmitteln und Freizeit rechnen? Wenn ich zu großzügig kalkuliere, wird die Bank mir viel zu wenig geben, wenn ich zu knapp rechne, sitze ich am Ende jeden Monat ohne Luft.
Und noch eine Frage: Gibt es da Faustregel-en, wie viel Prozent meines Einkommens in eine monatliche Rate fließen sollte?
Ich möchte das wirklich richtig machen und nicht blind einen Kreditvergleich machen, wenn ich gar nicht weiß, welche Summe überhaupt für mich passt. Eure Erfahrungen würden mir sehr helfen!
Danke schonmal,
Marco
Hallo Marco M.,
gute Frage, dass du dich damit vorher auseinandersetzt! Die meisten machen das leider nicht.
Zu deiner Haushaltsrechnung: Sei hier ehrlich zu dir selbst. Lebensmittel, Versicherungen, Handy, Auto – alles aufschreiben, was monatlich rausgeht. Bei Freizeit und Sonstiges: Schau auf deine letzten drei Kontoauszüge, dann siehst du realistisch, wieviel du wirklich ausgibst. Das ist besser als zu raten.
Als Faustregel sagen viele Banken, dass die Rate nicht über 10-15% deines Nettoeinkommens liegen sollte. Ich würde eher von 10% ausgehen und die 15% nur, wenn wirklich kaum andere Schulden da sind.
Aber Achtung: Die Bank rechnet oft großzügiger als du selbst solltest. Nur weil dir jemand 20.000 Euro gibt, heißt das nicht, dass das gut für dich ist. Gerade versteckte Gebühren und Restschuldversicherungen treiben die echten Kosten hoch – da lohnt sich der genaue Vergleich.
Viel Erfolg bei der Planung!
Detlef