Hallo zusammen,
ich bin nach Jahren wieder aktiv im Forum und möchte meine Finanzlage neu ordnen. Konkret geht es mir um eine Umschuldung meiner bestehenden Kredite – ich habe derzeit zwei laufende Ratenkredite mit unterschiedlichen Konditionen und möchte das konsolidieren.
Mein Problem: Wenn ich die verschiedenen Kreditrechner online nutze, kommen dabei ganz unterschiedliche Gesamtkosten raus. Bei einem Angebot von 20.000 Euro über 72 Monate unterscheiden sich die berechneten Gebühren zwischen den Rechnern um gut 300 Euro. Das ist für meine Entscheidung erheblich.
Meine Frage: Welche Gebühren muss ich beim Kreditrechner-Vergleich konkret berücksichtigen? Gibt es versteckte Kosten, die die Rechner nicht abbilden? Worauf achtet ihr beim Vergleich, damit ihr am Ende keine bösen Überraschungen habt? Und: Lohnt sich der Wechsel zu einem besseren Girokonto in Kombination mit einer Umschuldung?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Thomas
Hallo Thomas, als Rentner habe ich mich da auch lange Zeit schwergetan. Der Punkt mit dem Girokonto ist interessant: Wenn du zur Umschuldung wechselst, kannst du gleichzeitig zu einer Bank gehen, die günstigere Kontoführungsgebühren hat. Das erspart dir langfristig auch was. Bei meiner Sparkasse zahle ich noch 5 Euro im Monat fürs Konto – bei manchen Direktbanken ist es kostenlos. Da sparst du über 72 Monate schnell 360 Euro.
Thomas, das ist exakt das Thema, bei dem ich über 10 Jahre praktische Erfahrung habe. Die 300-Euro-Unterschiede entstehen, weil Rechner unterschiedliche Gebührenmodelle annehmen: manche kalkulieren Bearbeitungsgebühren ein (seit 2022 weitgehend verboten), andere nicht, manche bilden Kontogebühren ab, andere nicht. Mein Standardvorgehen: Drei bis vier schriftliche Kreditangebote einholen, die Effektivzinsen vergleichen und dabei die Vorfälligkeitsentschädigungen der alten Kredite berücksichtigen. Oft ist die Umschuldung wirtschaftlich, aber nicht immer.
Hallo Thomas, gute Frage! Die Unterschiede zwischen den Rechnern entstehen oft, weil unterschiedliche Gebühren berücksichtigt werden. Der wichtigste Wert ist immer der Effektivzins – der bildet bereits Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren und weitere Kosten ab. Achte drauf, dass du den Effektivzins vergleichst, nicht den Nominalzins. Manche Online-Rechner lassen Kontoführungskosten raus, die es bei der Bank aber gibt. Ich vergleiche da immer direkt mit den Angeboten der Banken selbst.
Hallo Thomas! Ich bin da noch relativ neu im Forum, aber genau das versuche ich gerade auch zu verstehen. Soweit ich bisher gelernt habe: Der Effektivzins ist wirklich das Wichtigste, weil der alle Kosten reinrechnet. Mein Problem ist nur – verstehen tue ich die unterschiedlichen Gebührenmodelle noch nicht vollständig. Kreditkarten mit Jahresgebühr z.B. sind da mit eingerechnet?