Hallo zusammen,
ich bin Pensionär und beschäftige mich derzeit mit einem Ratenkredit für eine Renovierung. Bei meinen Kreditvergleichen bin ich immer wieder auf die Restschuldversicherung gestoßen – manche Anbieter bieten sie an, andere schieben sie regelrecht in den Vertrag.
Meine Frage: Ist so eine Versicherung wirklich sinnvoll oder einfach nur eine Methode der Banken, mehr Gebühren reinzubringen? Ich bin 68 Jahre, bekomme eine sichere Rente und möchte den Kredit über 8 Jahre abbezahlen. Gibt es da echte Risiken, die ich absichern sollte, oder zahle ich am Ende nur für etwas, das ich nie brauche?
Wie habt ihr das gehandhabt? Hat jemand Erfahrungen damit, wie sehr die RSV den Effektivzins nach oben treibt? Und wie fällt das bei den verschiedenen Kreditanbietern unterschiedlich aus – gibt es da große Unterschiede in der SCHUFA-Bewertung oder der Score-Berechnung?
Wäre dankbar für ehrliche Meinungen.
Hallo Helmut,
bei meinem Handwerksbetrieb beschäftige ich mich regelmäßig mit Kreditkosten und versteckten Gebühren – auch dazu hab ich hier mal was geschrieben.
Bei der RSV würde ich ehrlich sagen: In deiner Situation ist das eher überflüssig. Du hast ein regelmäßiges, stabiles Einkommen als Pensionär, das Berufsrisiko wie bei Selbstständigen ist nicht vorhanden. Die Versicherung schützt die Bank eigentlich mehr als dich – wenn du ausfallst, springt die Versicherung ein.
Die Kostenbelastung ist erheblich. Die RSV treibt den Effektivzins um 0,5–1,5% nach oben, je nach Laufzeit und Versicherer. Bei einer 8-Jahres-Laufzeit summiert sich das zu einer beträchtlichen Mehrbelastung.
Mein Tipp: Vergleiche die Angebote ohne RSV. Wenn die Bank darauf besteht, wechsel den Anbieter. Es gibt genug Kreditgeber, die faire Konditionen ohne Druck auf Zusatzversicherungen bieten.