Moin zusammen,
ich bin gerade dabei, mehrere Kreditangebote systematisch zu vergleichen und bin auf ein Problem gestoßen: Bei den Online-Kreditrechnern verschiedener Banken und Vermittler kommen am Ende völlig unterschiedliche Effektivzinsen raus – obwohl die Basiszinsen identisch sind.
Ich habe drei Angebote für einen Umschuldungskredit mit 15.000 Euro und 60 Monaten Laufzeit eingegeben:
- Bank A: 4,8% Effektivzins
- Bank B: 5,1% Effektivzins
- Bank C: 5,3% Effektivzins
Die Nominalzinsen liegen aber alle bei 4,6%. Das kann ich mir nur mit unterschiedlichen Gebührenkalkulationen erklären. Wo genau unterscheiden sich die Kreditrechner denn? Werden überall Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren oder Kreditversicherungen eingerechnet? Oder verstecken sich da einfach nur unterschiedliche Vermittlungsgebühren?
Wie würdet ihr da vorgehen, um die Rechner wirklich vergleichbar zu machen?
Gute Beobachtung, Markus. Die Unterschiede kommen meist aus mehreren Ecken: Zunächst gibt es Banken, die noch Bearbeitungsgebühren einrechnen (sind zwar seit 2022 verboten, aber manche rechnen sie trotzdem in die Effektivzinsberechnung mit rein). Dann kommen Kontoführungsgebühren für das Kreditkonto dazu, falls vorhanden. Und bei Online-Vermittlern oft noch ihre eigene Vermittlungsprovision.
Mein Tipp: Frag die Banken konkret nach dem Gebührenverzeichnis. Die Klarheit steht im EGMR – da muss jede Gebühr einzeln aufgelistet sein. Dann rechnest du selbst nach.