Hallo zusammen,
ich bin nach 15 Jahren Pause wieder in die Selbstständigkeit gestartet und brauche jetzt einen Unternehmenskredit für die Gründungsphase. Bei den Angeboten, die ich einholen, stolpere ich ständig über die Frage: Soll ich mich für 3-5 Jahre Sollzinsbindung entscheiden oder lieber gleich 10 Jahre fixieren?
Mein Problem: Die Märkte sind gerade nervös, und niemand weiß so richtig, wie es mit den Zinsen weitergeht. Die Kurzzeit-Bindungen sind natürlich günstiger im Angebot – aber was passiert in 3 Jahren, wenn ich umschulden muss? Andererseits: Längerfristig binde ich mich vielleicht zu früh fest, wenn die Zinsen doch fallen sollten.
Wie bewertet ihr das für Firmenkredite speziell? Gibt es da Unterschiede zum privaten Ratenkredit? Und welche versteckten Gebühren muss ich bei einer späteren Anschlussfinanzierung fürchten, falls ich kurz binde?
Freue mich über eure Erfahrungen.
Das ist eine knifflige Frage – auch wenn ich mich sonst mehr mit Ratenkrediten auskenne. Mein Eindruck aus meinen bisherigen Vergleichen: Bei kurzen Bindungsfristen sparst du zwar beim monatlichen Satz, aber du trägst das Refinanzierungsrisiko selbst. Im Oktober 2026 würde ich ehrlich sagen: Mittelfristig (7-8 Jahre) könnte der bessere Kompromiss sein. Du hast eine gewisse Planungssicherheit, ohne dich zu lange festzulegen. Allerdings: Achte auf die Gebührenstruktur bei vorzeitiger Ablösung – die können dir bei Firmenkrediten noch unangenehmer überraschungen bringen als bei privaten Krediten. Hast du die Vorfälligkeitsentschädigungsklausel schon verglichen?