Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer wichtigen Entscheidung und würde gerne von eurer Erfahrung profitieren. Ich bin dabei, meine bestehenden Kredite umzuschulden und die Zinsen sind aktuell noch relativ niedrig. Bei der Angebotsprüfung fällt mir immer wieder die Frage auf: Soll ich mich für eine kurze Zinsbindung (5 Jahre) oder doch lieber langfristig (10-15 Jahre) festlegen?
Mein Problem: Ich möchte die günstigen Konditionen nutzen, aber auf der anderen Seite weiß keiner, wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln. Im Herbst merke ich immer, dass es Zeit wird, Finanzen neu zu ordnen. Bei kurzer Bindung spare ich zwar kurzfristig, aber das Risiko von Zinssprüngen bei der nächsten Anschlussfinanzierung beunruhigt mich.
Wie habt ihr das gelöst? Gibt es konkrete Erfahrungen, bei welcher Strategie ihr am besten gefahren seid? Und wie berücksichtigt ihr die aktuelle Lage im Kreditvergleich?
Hallo Marco,
eine sehr wichtige Frage! Aus meinen 15 Jahren Erfahrung mit Kreditvergleichen kann ich dir folgendes mitgeben:
Die Wahl zwischen kurzer und langer Bindung hängt stark von deiner persönlichen Situation ab. Wenn du wie jetzt in einem Tiefstzinsumfeld agierst, würde ich eher zur längeren Bindung raten – also 10-15 Jahre. Damit sicherst du dir die aktuellen günstigen Konditionen und schützt dich vor zukünftigen Zinssprüngen.
Bei der Umschuldung ist entscheidend: Rechne mal durch, wie viel dich ein Zinsanstieg von 1-2% kosten würde. Das addiert sich über die Laufzeit erheblich! Mit einem Kreditrechner kannst du beide Szenarien durchspielen.
Mein Tipp: Schau dir auch die Sondertilgungsmöglichkeiten an – damit kannst du flexibel bleiben, ohne auf die kurze Bindung angewiesen zu sein. Das habe ich auch hier bei den Sondertilgungen thematisiert.
Viel Erfolg bei der Umschuldung!