Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Baufinanzierung zu überprüfen und frage mich, ob eine Umschuldung für mich sinnvoll wäre. Mein derzeitiger Kredit läuft noch gut 8 Jahre, der Effektivzins liegt bei 3,8%. Die aktuellen Angebote liegen teilweise bei 2,9-3,1%, teilweise sogar darunter.
Aber: Ich kenne aus anderen Threads hier im Forum, dass bei einer Umschuldung verschiedene Gebühren entstehen können – Vorfälligkeitsentschädigung, Maklergebühren, Kreditvermittlung und so weiter. Manche Banken berechnen auch noch Bearbeitungsgebühren.
Wie rechne ich das wirklich aus? Gibt es eine Faustregel, ab welcher Zinsdifferenz sich eine Umschuldung trotz aller Nebenkosten rechnet? Oder ist das immer ein Einzelfall? Worauf muss ich besonders achten, um keine teuren Fehler zu machen?
Freue mich auf eure Erfahrungen und praktischen Tipps.
Viele Grüße,
Stefan
Einfache Antwort: Ausrechnen und nicht auf Bauchgefühl verlassen.
Hallo Stefan,
große Frage, aber aus meiner anfänglichen Recherche zu Ratenkrediten habe ich gelernt, dass man da wirklich alle Kostenblöcke zusammentragen muss. Bei deiner Baufinanzierung würde ich folgendes durchrechnen:
1. Vorfälligkeitsentschädigung: Das ist oft der Knackpunkt. Die Bank berechnet den Zinsschaden – das kann bei noch 8 Jahren restlaufzeit ordentlich kosten.
2. Makler/Vermittlung: Je nach Anbieter 0,5–2% der Kreditsumme.
3. Effektive Ersparnis: Die Differenz zwischen altem und neuem Zins multipliziert mit der restlichen Laufzeit.
Als Faustregel habe ich gelesen: Wenn die Zinsdifferenz unter 0,5% liegt, wird es meist kritisch. Bei 1% und mehr sollte es sich in den meisten Fällen rentieren, aber nur, wenn die restlaufzeit noch ausreichend lang ist.
Meinen beide Seiten Bearbeitungsgebühren, würde ich die konkret in Schriftform einholen. Versteckte Kosten sind da oft das Problem.
Viel Erfolg beim Vergleich!