Hallo zusammen, ich bin neu hier und versuche gerade, meine Kreditsituation zu durchschauen. Ich habe derzeit einen älteren Ratenkredit mit ca. 8% Zinsen über noch 5 Jahren laufen. Jetzt habe ich ein Umschuldungsangebot bekommen mit 4,5% Effektivzins – das klingt natürlich erstmal super.
Meine Frage: Soll ich die Laufzeit genauso lang halten und die monatliche Rate senken, oder sollte ich die Laufzeit verkürzen und ähnliche Raten zahlen? Bei der Bank wurde ich ehrlich gesagt nicht richtig schlau draus, welche Variante am Ende weniger kostet.
Mich interessieren besonders die echten Kosten – also Zinsen, Gebühren und ob es da noch versteckte Dinge gibt, die ich übersehen könnte. Gibt es da eine Faustregel, wann sich eine kürzere Laufzeit wirklich rechnet?
Danke schon mal für eure Hilfe!
Gute Frage, Tobias! Das ist tatsächlich der Knackpunkt bei jeder Umschuldung. Kurz gesagt: Je kürzer die Laufzeit, desto weniger Zinsen zahlst du insgesamt – aber die monatliche Belastung wird höher. Umgekehrt spart dir eine längere Laufzeit jeden Monat Geld, kostet dich aber über die gesamte Zeit mehr an Zinsen.
Mein Tipp: Rechne beide Szenarien durch. Bei deinen 4,5% Effektivzins solltest du auch auf versteckte Gebühren achten – Bearbeitungsgebühren, Kontoführung oder ob eine Restschuldversicherung mitberechnet wurde. Ich vergleiche sowas immer mit mehreren Angeboten parallel, am besten von Direktbanken und einer klassischen Bank. Bei mir hat sich das öfter um 100-200€ unterschieden, nur bei den Gebühren.
Faustregel: Wenn du monatlich komfortabel ein wenig mehr zahlen kannst, würde ich die Laufzeit verkürzen. Die Zinsersparnis ist oft deutlich höher als man denkt. Bei 5 Jahren Rest-Laufzeit könnten 3 Jahre Unterschied leicht 500-800€ Zinsen sparen.