Hallo zusammen,
ich beschäftige mich derzeit intensiv mit Kreditvergleichen und möchte eine Frage stellen, die ich in meinen Analysen immer wieder sehe: Viele Menschen überlegen, ob sie bestehende Kredite umschulden sollen oder einfach weitermachen wie bisher. Der Unterschied zwischen echter Umschuldung und reinem Schuldenabbau wird oft nicht klar genug unterschieden.
Mein Punkt: Umschuldung ist nicht immer die Lösung. Manchmal ist es besser, die alte Rate einfach schneller zu bezahlen, statt die Laufzeit zu verlängern und damit insgesamt mehr Zinsen zu zahlen. Andererseits kann eine gute Umschuldung bei schlechteren aktuellen Bonitätsverhältnissen zu deutlich besseren Konditionen führen.
Was mich interessiert: Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, ob ihr umschuldet oder weitermacht? Effektivzins allein? Gesamtkosten? Und wie berücksichtigt ihr die psychologische Komponente – also ob ein neuer Kredit mit weniger Druck verbunden ist?
Freue mich über eure Perspektiven!
Thomas
Gute Frage, Thomas. Aus meiner Erfahrung als Rentner mit Fokus auf Kreditvergleiche würde ich sagen: Das Wichtigste ist, nicht emotional zu entscheiden. Ich habe mir vor kurzem die Threads zur Restschuldversicherung angesehen – da sieht man, wie schnell man in versteckte Kostenfallen tappt, wenn man nicht genau hinschaut.
Für mich persönlich ist die entscheidende Kennzahl die Gesamtkostendifferenz über die gesamte Laufzeit, nicht nur der Effektivzins. Eine 0,5% niedrigere Rate hilft nichts, wenn die neue Laufzeit doppelt so lang ist. Und bei der SCHUFA-Bewertung: Jede neue Kreditanfrage kostet Punkte. Das muss man einpreisen.
Meine Faustregel: Umschuldung lohnt sich ab circa 1,5-2% Zinsdifferenz, je nach Restlaufzeit des alten Kredits. Darunter würde ich das Geld lieber in Sondertilgung stecken.