Hallo zusammen,
ice habe eine grundsätzliche Frage zur Gestaltung der Kreditlaufzeit, die ich gerne aus mehreren Blickwinkeln durchleuchten möchte. Bei meinen Analysen stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen die langfristigen Auswirkungen nicht richtig einschätzen.
Mein Szenario: Angenommen, man hat einen Ratenkredit mit 72 Monaten Laufzeit zu 6,5% Effektivzins abgeschlossen. Jetzt überlegt man, ob man die Laufzeit verkürzen oder – im gegenteiligen Fall – verlängern sollte.
Was sind denn die echten Kostenersparnis beim Verkürzen? Und in welchen Fällen ist es sinnvoller, länger zu laufen, um die monatliche Belastung zu senken? Ich denke da besonders an Leute mit schwankenden Einkommen oder denen, die parallel sparen möchten.
Wie rechnet ihr das durch? Gibt es eine Faustformel, oder muss man das wirklich im Einzelfall durchkalkulieren? Mich interessieren auch die psychologischen Aspekte – macht eine längere Laufzeit am Ende nicht einfach mehr Schuld?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Gute Frage, Klaus! Bei meinen Vergleichen sehe ich das oft: Die Leute schauen nur auf die monatliche Rate, nicht auf die Gesamtzinsbelastung. Ein Beispiel aus der Praxis – bei einem 50.000€-Kredit sparen Sie bei 48 statt 72 Monaten bei 6,5% etwa 2.200€ an Zinsen. Klingt viel, aber wenn die höhere Rate Ihr Budget sprengt, ist das unrealistisch. Meine Empfehlung: Immer den Break-Even-Point berechnen. Wenn Sie jeden Monat Geld übrig haben UND sparen können, dann verkürzen. Wenn nicht – lieber länger laufen und dafür gezielt Sondertilgungen einplanen. Das gibt mehr Sicherheit.