Das Thema wird hier oft zu vereinfacht dargestellt, deshalb kurz meine Einschätzung: Ja, die Anzahl der Kreditkarten und Konten fließt in den SCHUFA-Score ein – aber nicht so dramatisch, wie viele denken. Entscheidend ist vor allem, ob Konten ordnungsgemäß geführt werden, also kein ungenehmigter Dispo, keine Rücklastschriften etc.
Ein ungenutztes Konto bei der Sparkasse ist grundsätzlich neutral, solange es keinen Überziehungsrahmen hat. Kündigen würde ich es aber trotzdem in Betrieb, weil es unnötige SCHUFA-Einträge produziert (Kontoeröffnung, ggf. Kündigung later). Für Kreditkarken gilt: Eine oder zwei sind kein Problem. Fünf oder mehr können tatsächlich als Risikosignal interpretiert werden.
Als Selbstständiger bzw. Startup-Gründer solltest du außerdem beachten, dass Banken bei Firmenkrediten oft trotzdem die private SCHUFA anschauen, besonders bei Einzelunternehmen oder GmbHs ohne nennenswerte Eigenkapitalbasis. Das hab ich auch schon im Thread zu Firmenkredit oder Geschäftskonto: Was lohnt sich wirklich mehr? angesprochen. Die Trennung von privat und geschäftlich hilft der Organisation, aber nicht unbedingt der Bonitätsbewertung.