Hi zusammen, ich beschäftige mich jetzt seit Jahren intensiv mit Kreditvergleichen und Zinsentwicklungen, und immer wieder stoße ich auf das gleiche Problem: Viele Kreditnehmer rechnen nur mit dem reinen Sollzins, übersehen aber völlig, was eine vorzeitige Ablösung kostet.
Mich interessiert konkret: Wie berechnen Banken eigentlich die Vorfälligkeitsentschädigung? Gibt es da Unterschiede zwischen Ratenkredit und Baufinanzierung? Und – das ist die wichtigere Frage – ab wann wird die Entschädigung so teuer, dass sich eine frühe Tilgung gar nicht mehr lohnt?
Ich habe gerade mehrere Angebote am Tisch liegen. Ein Kredit hat 3,5% Sollzins, ein anderer 3,2%. Bei oberflächlicher Betrachtung ist der zweite günstiger. Aber wenn die Vorfälligkeitsentschädigung bei dem Billig-Angebot deutlich höher ausfällt, wird es schnell teuer. Gibt es da Erfahrungswerte oder Formeln, mit denen man das realistisch durchrechnet?
Welche Banken sind da transparent, welche verstecken die Bedingungen im Kleingedruckten?
Gute Frage, T.Bergmann. Ich bin gerade dabei, meine Kreditoptionen neu zu bewerten, nachdem ich längere Zeit raus war aus dem Thema. Bei der Recherche bin ich auch über Vorfälligkeitsentschädigungen gestolpert und finde das echt komplex. Soweit ich verstanden habe, rechnen Banken das meist über zwei Faktoren: Die entgangenen Zinsen bis zum ursprünglichen Laufzeitende und den Schaden aus der Zinsanpassung, wenn aktuelle Marktzinsen niedriger sind. Das kann schnell fünfstellig werden, besonders bei Baufinanzierungen über längere Laufzeiten. Mich würde auch interessieren, ob es da gesetzliche Obergrenzen gibt oder ob Banken da komplett frei sind.