Moin zusammen,
ich beschäftige mich gerade wieder mit einem klassischen Ratenkredit für eine notwendige Anschaffung und bekomme von meiner Bank ständig die Restschuldversicherung angeboten. Sie argumentiert, dass ich damit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod geschützt bin – klingt auf den ersten Blick sinnvoll.
Aber ehrlich: Mich stört, dass die Versicherung automatisch in den Kreditangeboten mitkalkuliert wird und die Konditionen damit deutlich teurer werden. Bei meinen bisherigen Umschuldungsanalysen habe ich immer versucht, solche Zusatzprodukte zu vermeiden, weil sie oft versteckte Gebühren enthalten und der Nutzen fraglich ist.
Wie seht ihr das? Lohnt sich eine Restschuldversicherung wirklich oder zahlt man da nur für etwas, das man durch andere Absicherungen (Berufsunfähigkeit, Notgroschen) ohnehin abdecken sollte? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, und worauf sollte man bei den Bedingungen achten?
Viele Grüße,
Marco
Hallo Marco,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Aus meiner langjährigen Erfahrung hier im Forum kann ich dir sagen: In den meisten Fällen ist die Restschuldversicherung für Privatpersonen eher ein teures Produkt als wirklich notwendig.
Der Grund ist simpel: Die Versicherungsprämien werden im Kreditbetrag mitfinanziert, du zahlst also Zinsen auf die Versicherung. Gleichzeitig sind die Leistungsausschlüsse oft sehr großzügig – wer bereits arbeitslos ist, vorerkrankt oder in bestimmten Branchen tätig ist, erhält oft keine Leistungen.
Meine Empfehlung: Vergleiche zuerst Kreditangebote ohne diese Versicherung. Dann nimm dir Zeit und prüfe, ob deine private Absicherung ausreichend ist. Eine gut aufgebaute Rücklagen und eine Berufsunfähigkeitsversicherung (wenn nötig) sind meist besser investiertes Geld.
Beim nächsten Vergleich einfach die Restschuldversicherung in der Anfrage abwählen – du sparst oft 500–1500 Euro an Gesamtkosten.
Viele Grüße,
Klaus
Kann die anderen verstehen, aber als Unternehmer würde ich sagen: Bei einem Firmenkredit würde ich das nie nehmen. Aber für einen persönlichen Ratenkredit kommt es auf die Einzelsituation an.
Wenn du selbstständig tätig bist oder ein unregelmäßiges Einkommen hast, könnte die Absicherung interessanter sein. Allerdings: Vorher unbedingt die genauen Leistungsausschlüsse lesen und mit anderen Versicherungen vergleichen. Oft gibts da bessere Alternativen.
Ich bin da eher skeptisch gegenüber dieser Versicherung. Als Freiberufler habe ich mir die Bedingungen mehrmals angesehen und bin jedes Mal zu dem Schluss gekommen, dass für meine Situation die Quote sehr ungünstig wäre.
Wie Klaus schon sagt: Die versteckten Gebühren sind das Problem. Ich empfehle immer, die Angebote mit und ohne Versicherung zu berechnen und dann den Effektivzins zu vergleichen. Bei meinem letzten Kreditvergleich war die Differenz deutlich – ohne Versicherung etwa 0,8 % niedrigere Zinsen insgesamt.
Wenn du echte Absicherung willst, schau dir lieber deine bestehende Versicherungssituation an. Reicht der Notgroschen? Hast du Krankentagegeld? Das ist oft besser angelegt.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel zu vergleichen. Viele Banken bieten aktuell interessante Konditionen an, wenn man sich Zeit nimmt und die Gebühren wirklich genau durchliest. Lohnt sich auf jeden Fall, vorher die eigene Schufa zu checken, dann gibt's keine bösen Überraschungen. Kreditvergleich