Guten Tag zusammen,
ich bin gerade dabei, einen kleineren Kredit über etwa 15.000 Euro aufzunehmen – Laufzeit soll 5 Jahre sein. Es geht um eine notwendige Umgestaltung im Haus. Bei der Kreditanfrage bei meiner Hausbank wurde mir gleich eine Restschuldversicherung angeboten, die die monatliche Rate um knapp 30 Euro erhöhen würde.
Jetzt frage ich mich: Als Pensionär mit stabilen Einnahmen – ist das wirklich eine Kostenfalle oder tatsächlich sinnvoll? Die Versicherung würde theoretisch einspringen, wenn ich arbeitsunfähig werde oder versterbe. Aber sind die Prämiensätze für Ältere nicht überproportional hoch?
Ich habe schon viel über versteckte Gebühren gelesen und möchte hier nicht über den Tisch gezogen werden. Andererseits bin ich vorsichtig – mit meiner Familie möchte ich keine Schulden hinterlassen.
Wie beurteilt ihr das? Gibt es da bei verschiedenen Anbietern große Unterschiede bei den Konditionen? Welche Alternativen würdet ihr mir empfehlen?
Danke für eure Erfahrungen!
Gerhard M.
Hallo Gerhard,
das ist eine berechtigte Frage, mit der du nicht allein bist. Bei deinem Alter und der stabilen Rente würde ich die RSV kritisch hinterfragen. Die Prämien sind tatsächlich für Ältere deutlich teurer – rechne bei 65+ mit etwa 0,5–0,7% der Kreditsumme pro Jahr. Bei 15.000 Euro sind das 75–105 Euro jährlich, deine 30 Euro monatlich liegen sogar darüber.
Entscheidend: Wer zahlt die Versicherung bei Arbeitsunfähigkeit oder Tod? Die Definition ist oft eng gefasst. Als Pensionär fällt Arbeitsunfähigkeit ohnehin weg. Beim Tod – okay, das schützt deine Familie. Aber: Hast du alternative Absicherungen? Lebensversicherung, Ersparnisse?
Mein Rat: Vergleiche mehrere Kreditangebote ohne Versicherung und rechne die Differenz. Oft ist es günstiger, den etwas höheren Zins zu akzeptieren und die RSV abzulehnen. Schau dir auch die genauen Versicherungsbedingungen an – manche haben hohe Wartezeiten oder zahlen gar nicht im Alter.
Viel Erfolg bei der Entscheidung!
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich vorher die Konditionen von mehreren Banken anschaut. Wichtig ist, nicht nur auf den Zinssatz zu achten, sondern auch die Bearbeitungsgebühren zu vergleichen - da verstecken sich oft Unterschiede. Lohnt sich, ein bisschen Zeit zu investieren, spart dir später echtes Geld. Kreditvergleich
Gerhard, das ist eine gute Überlegung. Ich bin wieder aktiv im Forum, weil mich solche Themen brennend interessieren – besonders wie Gebührenstrukturen und SCHUFA-Bewertungen zusammenhängen. Bei dir als Pensionär mit solider Bonität würde ich ehrlich sagen: Die RSV ist oft eine Gewinnmaschine für die Banken, nicht für den Kunden.
Drei konkrete Punkte:
1. Vergleichbare Angebote ohne RSV einholen – das ist der beste Check
2. Die Deckungslücken lesen: Viele RSV-Policen zahlen erst nach 3–6 Monaten Arbeitsunfähigkeit
3. Bei dir als Rentner greift der Schutz "Arbeitsunfähigkeit" sowieso nicht – das ist verschenktes Geld
Es gibt günstigere Optionen wie separate Risikolebensversicherungen, wenn du deine Familie absichern möchtest. Die RSV bundelt das teuer in den Kredit.
Schau dir auch an, ob die Sparkasse in deiner Gegend bessere Konditionen hat als die Hausbank – die Unterschiede sind größer, als viele denken.