Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit Kreditvergleichen und bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen den Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins nicht wirklich verstehen – oder bewusst nicht verstehen wollen, wenn sie Kredite verkaufen.
Ich habe gerade mehrere Angebote für einen Ratenkredit über 15.000 Euro verglichen. Ein Angebot wirbt mit 4,5% Sollzins, aber der Effektivzins liegt bei 5,8%. Das ist eine Differenz von 1,3 Prozentpunkten! Auf 84 Monate Laufzeit macht das einen erheblichen Unterschied aus.
Ich habe die Kreditunterlagen genau gelesen und finde folgende Gebühren:
- Bearbeitungsgebühr: 1,5% der Kreditsumme
- Versicherung (Restschuldversicherung): 0,45% p.a.
- Kontoführungsgebühr: 5 Euro monatlich
Meine Frage: Sind alle diese Gebühren rechtens und werden sie wirklich alle im Effektivzins abgebildet? Und wie kann ich schnell erkennen, ob ein Angebot mit dem Effektivzins ehrlich kalkuliert ist oder ob da noch versteckte Kosten lauern?
Gute Beobachtung, Harald B.! Genau das ärgert mich auch immer wieder. Die Bearbeitungsgebühr von 1,5% ist rechtens und wird definitiv im Effektivzins berücksichtigt – das ist gesetzlich vorgeschrieben seit der PAngV.
Bei der Restschuldversicherung musste ich auch schon häufig nachfragen. Die 0,45% p.a. werden ebenfalls eingerechnet, aber hier würd ich dir empfehlen, diese nochmal kritisch zu hinterfragen. Oft ist die RSV teurer als nötig und nicht zwingend erforderlich.
Die monatliche Kontoführungsgebühr von 5 Euro ist da das kleinere Problem, wird aber auch mitgerechnet.
Mein Tipp: Vergleich immer die Effektivzinssätze und lass dir die detaillierte Berechnung zeigen. Seriöse Anbieter können das transparent darstellen. Und generell würde ich die Restschuldversicherung kritisch sehen – oft kann man bei Versicherungswechsel sparen. Bei mir hat das schon mehrere hundert Euro Unterschied gemacht!