Hallo zusammen, ich bin relativ neu hier und versuche gerade, mich durch die ganzen Kreditangebote durchzuarbeiten. Eine Frage beschäftigt mich besonders: Wie realistisch ist es wirklich, einen Kredit mit kostenlosen Sondertilgungen zu bekommen?
Ich habe in den letzten Wochen mehrere Angebote von verschiedenen Banken und Online-Anbietern verglichen, und bei fast allen steht irgendwo im Kleingedruckten, dass Sondertilgungen "im Rahmen der Vertragsbedingungen" möglich sind. Aber was bedeutet das konkret? Zahle ich da versteckte Gebühren oder ist das wirklich umsonst?
Zudem interessiert mich: Wie beeinflusst meine SCHUFA diese Konditionen? Kann eine bessere Bonität mir auch bessere Sondertilgungsregelungen sichern? Und beim Vergleich der Angebote – worauf sollte ich genau achten, um nicht in die Gebührenfalle zu tappen?
Freue mich auf praktische Tipps!
Gute Frage, Markus! Das ist tatsächlich einer der wichtigsten Punkte beim Kreditvergleich. Nach über 15 Jahren Erfahrung mit Umschuldungen kann ich dir sagen: Kostenlose Sondertilgungen sind nicht mythisch, aber auch nicht Standard.
Die Realität sieht so aus – einige Banken (vor allem größere Privatkundenbanken und manche Direktbanken) bieten wirklich gebührenfrei Sondertilgungen an, meist ab einer bestimmten Mindestsumme wie 500 oder 1.000 Euro. Andere verstecken das unter Begriffen wie "Vorfälligkeitsentschädigung" oder verlangen Gebühren ab der zweiten Sondertilgung pro Jahr.
Zur SCHUFA: Ja, deine Bonität beeinflusst nicht nur den Zinssatz, sondern auch die Verhandlungsmöglichkeiten bei Konditionen. Mit besserer Kreditwürdigkeit kriegst du oft großzügigere Sondertilgungsregelungen.
Mein Tipp beim Vergleich: Achte nicht nur auf Sollzins und Effektivzins, sondern lies explizit nach, ob Sondertilgungen kostenfrei sind, ab wann sie möglich sind, und ob es Obergrenzen pro Jahr gibt. Das steht oft versteckt in den AGB. Ich habe hier mal einen Thread dazu gemacht: Sondertilgung ohne Gebühren: Worauf beim Vertrag prüfen?