Hallo zusammen,
Ich bin nach 15 Jahren Pause gerade dabei, mein Geschäft wieder hochzufahren. Dabei bin ich auf ein klassisches Problem gestoßen: Ich habe derzeit drei unterschiedliche Betriebskredite laufen – zwei bei meiner Hausbank (Volksbank) mit Zinsen um die 6,5 bis 7 %, und einen älteren bei einer Direktbank mit immerhin 5,8 %. Die Laufzeiten sind alle unterschiedlich, und ich verliere langsam den Überblick über die Gebührenstrukturen.
Jetzt überlege ich: Macht es Sinn, alle drei zusammenzufassen? Oder sollte ich zielgerichtet nur die teuersten Kredite umschulden? Im September ist vielleicht auch ein guter Zeitpunkt, bevor die Jahresendsaison anläuft.
Mich interessiert vor allem: Ab welcher Zinsdifferenz lohnt sich der Aufwand wirklich? Und welche versteckten Gebühren muss ich bei Firmenkrediten besonders im Blick haben? Online-Anbieter wie Smava oder Auxmoney werben ja auch mit Unternehmenskrediten – sind die wirklich eine Alternative zu den klassischen Banken?
Freue mich über erfahrene Perspektiven!
Viele Grüße,
Wolfram
Wolfram, gute Frage – und es ist typisch, dass man nach so einer Pause schnell die Übersicht verliert.
Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Umschuldungsstrategien würde ich dir folgendes empfehlen: Bei Firmenkrediten solltest du eine Zinsdifferenz von mindestens 1,5 bis 2 % haben, bevor du die Gebühren und den Aufwand rechtfertigen kannst. Die Direktbank mit 5,8 % zu halten ist wahrscheinlich clever – konzentriere dich auf die beiden Volksbank-Kredite mit 6,5–7 %.
Kritisch bei Online-Anbietern: Die Konditionen für Firmenkredite sind oft nicht so gut wie für Privatpersonen, und die Bearbeitungsquoten sind höher. Ich würde erst die klassischen Banken anfragen – gerade bei deiner Hausbank könnten sie dir möglicherweise entgegenkommen, wenn du sie mit besseren Angeboten anderer Häuser konfrontierst.
Vorsicht vor versteckten Gebühren: Kreditvermittlungsgebühren, Kontoführung, und vor allem Vorfälligkeitsentschädigungen bei der alten Bank – die können bei Firmenkrediten erheblich sein. Lass dir das vorab schriftlich ausrechnen.
Im September ist der Timing okay, ja. Herbst ist eher ruhig bei den Banken.
Was ist denn deine aktuelle Jahresauslastung? Das spielt auch eine Rolle bei der Bonität.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem ausführlichen Girokonto Vergleich. Man spart sich echt Zeit, wenn man alle Gebühren und Zinsen direkt nebeneinander sieht. Besonders bei den kostenlosen Konten mit guter Ausstattung kann man deutlich sparen. Girokonto Vergleich