Hallo zusammen,
ich bin 67 Jahre alt und beziehe seit zwei Jahren Rente. Vor fünf Jahren habe ich mir noch einen privaten Ratenkredit für eine Renovierung genommen – damals war ich noch berufstätig und das war kein Problem. Jetzt zahle ich noch knapp 24.000 Euro ab mit 5,8% Zinsen, Laufzeit noch 3,5 Jahre.
Mein Bankberater hat mir kürzlich gesagt, dass die Zinsen gerade gesunken sind. Ich habe mir mal ein paar aktuelle Kreditangebote angeschaut und sehe, dass ich mit meiner festen Renteneinkommen theoretisch auf 4,2% kommen könnte. Das würde mir monatlich etwa 80-90 Euro sparen.
Aber: Muss ich mit einer Kreditabsage rechnen, weil ich Rentner bin? Und welche Banken sind da kulanter? Meine SCHUFA ist sauber, ich zahle pünktlich. Aber nervt mich natürlich, dass manche Institute Rentner bei der Umschuldung schwieriger einstufen.
Wer von euch hat das in letzter Zeit gemacht? Worauf muss ich speziell achten?
Markus, sehr gute Beobachtung. Rentner haben bei Umschuldungen tatsächlich oft andere Hürden als berufstätige Kreditnehmer – aber es ist absolut machbar. Der entscheidende Punkt: Deine Renteneinkünfte müssen stabil und nachweisbar sein, was bei dir ja der Fall ist.
Meine Erfahrung aus über 15 Jahren Forum: Sparkassen und Volksbanken gehen mit Rentnern oft kulanter um als Direktbanken, weil sie die Bonität ganzheitlicher bewerten. Online-Anbieter dagegen arbeiten mit starren Scoring-Systemen – da kann es schneller zur Absage kommen.
Bei deiner Situation würde ich so vorgehen: 1) Mehrere Angebote einholen, aber NICHT alle auf einmal anfragen – das drückt den Score. 2) Explizit nach "Umschuldung für Rentner" fragen, nicht nach "Neukredit". 3) Deine Rentenbescheinigung + letzten 3 Kontoauszüge parat haben. Der Zinsvorteil von 1,6% bei deiner Summe rechtfertigt den Aufwand absolut. Viel Erfolg!