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Girokonto und Kreditkarte: Einfluss auf Bonitätsbewertung?

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FirmenKreditPro47
Beiträge: 52
(@firmenkreditpro47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Unternehmensfinanzierung kann ich dazu ein paar Dinge sagen – auch wenn sich das auf Privatpersonen etwas anders darstellt als bei Firmenkunden.

Grundsätzlich gilt: Die SCHUFA bewertet nicht nur das Zahlungsverhalten, sondern auch die Kontostruktur. Mehrere Girokonten sind per se kein Negativmerkmal – problematisch wird es eher, wenn viele Konten in kurzer Zeit eröffnet werden, weil das als Zeichen finanzieller Instabilität interpretiert werden kann. Zwei langfristig bestehende Konten sind in der Regel völlig unkritisch.

Bei Kreditkarten ist die sogenannte Auslastungsquote durchaus relevant. Wer sein Limit dauerhaft zu 80-90% ausreizt, sieht aus Sicht der Scoring-Algorithmen schlechter aus als jemand mit moderater Nutzung. Das kenne ich auch aus dem Firmenkundenbereich, wo Kontokorrentlinien ähnlich bewertet werden.

Mein Tipp: Konto oder Karte kurz vor einer großen Kreditanfrage zu schließen kann sogar kontraproduktiv sein, weil dann ein positiver Eintrag wegfällt. Ich hab das auch schon im Thread zu Sondertilgung und Konditionen am Rande erwähnt – die SCHUFA mag Kontinuität.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich mehrere Angebote von verschiedenen Banken und Vermittlern parallel einholt. Das spart wirklich Zeit und man sieht schnell, wo die besten Konditionen sind. Schau dir mal die großen Vergleichsseiten an, die haben meist auch unabhängige Kreditberater, die dir helfen können. Baufinanzierung vergleichen


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BaufinanziererWieder47
Beiträge: 45
(@baufinanziererwieder47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin zwar hauptsächlich wegen meinem Bauprojekt hier und beschäftige mich intensiv mit Direktbanken und Girokonten-Vergleichen, aber das Thema trifft mich gerade selbst. Ich hab mir nämlich die gleiche Frage gestellt, bevor ich meine Baufinanzierung angehe.

Was ich recherchiert habe: Für die Baufinanzierung schauen die Banken oft sehr genau auf die Gesamtstruktur. Da kann es durchaus eine Rolle spielen, wie viele laufende Konten und Karten man hat – nicht unbedingt wegen der SCHUFA, sondern weil die Bank selbst das als Indiz für Finanzverhalten wertet. Bei meiner Hausbank habe ich das zumindest so erklärt bekommen.

Ich wäre also tatsächlich etwas vorsichtig damit, das auf die SCHUFA allein zu reduzieren. Banken machen oft noch eine eigene Bonitätsbewertung on top, und da fließt mehr ein als nur der Score.


Antwort
Thomas_1971
Beiträge: 51
(@thomas_1971)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das ein bisschen kritischer als die anderen hier – nicht falsch verstehen, aber ich glaube dass man das Thema nicht zu sehr verkomplizieren sollte.

Ich selbst bin gerade dabei meine Finanzen neu zu sortieren, hab mehrere Kredite und auch verschiedene Konten. Und im Grunde ist die Erfahrung die ich gemacht hab: Solange keine Negativmerkmale da sind (Mahnbescheide, Inkasso, Zahlungsausfälle), ist der Rest ziemlich nebensächlich. Zwei Girokonten und zwei Kreditkarten – das interessiert die Bank herzlich wenig, wenn alles sauber läuft.

Die ganze Optimiererei (welche Karte man wann schließt, wie hoch die Auslastung ist usw.) hilft vielleicht am Rand, aber ich würd da keine zu große Energie reinstecken. Fokus lieber auf sauberes Zahlungsverhalten und ordentliche Einkommensnachweise. Das hat bei mir mehr gebracht als jedes Konto-Tuning. Hab das auch im Thread zu Kontokorrentkredit vs. Ratenkredit schon angesprochen.


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