Hallo zusammen,
nach gut 15 Jahren Pause bin ich wieder hier und ehrlich gesagt staune ich, wie viel sich verändert hat – sowohl bei den Banken als auch bei den Online-Anbietern. Ich plane gerade ein größeres Bauprojekt und stecke momentan mitten in der Vorbereitung für die Baufinanzierung.
Ein Thema, das mich gerade wirklich beschäftigt: die Haushaltsrechnung. Ich möchte die vor dem eigentlichen Kreditantrag möglichst sauber und realistisch aufstellen, damit ich bei der Bank gut dastehe. Aber gerade im Sommer ist das irgendwie tricky – Urlaubskosten, die Kinder haben Ferien, da sieht der Juli halt anders aus als der Februar.
Meine Fragen konkret:
- Wie geht ihr das an? Nehmt ihr einen Durchschnitt über mehrere Monate oder eher den "worst case" Monat?
- Welche Posten werden von Banken bei der Baufinanzierung besonders kritisch beäugt?
- Hat jemand Erfahrung damit, ob Direktbanken bei der Haushaltsrechnung großzügiger rechnen als Filialbanken?
- Lohnt es sich, vorher das Girokonto zu wechseln, damit die Kontoauszüge besser aussehen?
Ich möchte hier keine Fehler machen – das ist für mich nach so langer Zeit wirklich Neuland was die modernen Prozesse angeht. Freue mich über jeden konkreten Tipp aus echter Erfahrung.
Ich muss hier mal kurz einhaken, weil ich den Rat mit dem Girokonto-Wechsel zur Verschönerung der Kontoauszüge kritisch sehe. Das klingt für mich ein bisschen nach "die Bank austricksen" – und das funktioniert sowieso nicht wirklich. Banken wissen genau, dass Leute vor einem Kreditantrag ihr Verhalten ändern. Die schauen auf strukturelle Dinge: Kommen regelmäßige Gehaltseingänge? Gibt es Pfändungen oder Rücklastschriften? Wie hoch sind die fixen Ausgaben wirklich?
Was tatsächlich hilft: Wirklich alle Ausgaben erfassen, auch die unregelmäßigen wie Versicherungen die jährlich abgehen, KFZ-Kosten, sowas. Viele unterschätzen das massiv und stehen dann bei der Bank mit einer Haushaltsrechnung da, die nicht zur Realität passt – das wirft sofort Fragen auf.
Zu Direktbanken vs. Filialbank: In meiner Analyse unterscheiden die sich weniger bei der Methodik als bei den Pauschalen die sie für Lebenshaltung ansetzen. Manche Online-Anbieter rechnen da tatsächlich etwas enger, andere großzügiger. Das lässt sich aber kaum verallgemeinern – kommt stark auf den Anbieter an.
Willkommen zurück! Ich bin selbst gerade dabei, meine Finanzen neu zu sortieren, also kein Baufi-Experte, aber ein paar Dinge hab ich bei meiner eigenen Recherche mitgenommen.
Zum Thema Durchschnitt vs. Worst-Case: Die meisten Banken schauen sich laut meiner Erfahrung gerne 3 Monate Kontoauszüge an, manchmal auch 6. Ein einzelner teurer Ferienmonat fällt da nicht so stark ins Gewicht, wenn die anderen Monate solide aussehen. Aber ich würde trotzdem aufpassen – wenn Juli ein Ausreißer nach oben ist, vielleicht lieber erst im September den Antrag stellen.
Bei den Posten, die Banken kritisch sehen: Ich hab im Thread zu Kontokorrent vs. Ratenkredit schon mal gelesen, dass laufende Ratenkredite besonders negativ gewichtet werden. Also wenn du noch alte Kredite hast, könnnte Umschuldung vorher sinnvoll sein.
Zum Girokonto-Wechsel: Würde ich ehrlich gesagt nicht kurz vor dem Antrag machen. Neue Kontoverbindung + wenig Historie kann eher Fragen aufwerfen.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen und die Konditionen wirklich genau zu vergleichen. Oft unterscheiden sich die Zinssätze zwischen den Banken erheblich, und auch die Nebenkosten spielen eine Rolle. Schau dir mal die verschiedenen Kreditgeber an und lass dir alles schwarz auf weiß geben, bevor du dich entscheidest. Baufinanzierung vergleichen
Hab dazu was im Thread "Was gehört wirklich rein" geschrieben. Kurzfassung: Die meisten Leute vergessen Jahreszahlungen komplett. Einfach durch 12 teilen und als Monatsbetrag einplanen – das macht die Rechnung schon realistischer und glaubwürdiger bei der Bank.