Moin zusammen,
ic habe gerade wieder zwei Kreditangebote von verschiedenen Banken bekommen und bin verwirrt. Bei der einen Bank steht Nominalzins 3,5%, bei der anderen Effektivzins 3,8%. Intuitiv würde man ja sagen, die erste ist günstiger – aber ich traue dem nicht so richtig.
Woher kommt dieser Unterschied eigentlich? Ich vermute, dass im Effektivzins versteckte Gebühren und sonstige Kosten eingerechnet sind, aber so richtig klar ist mir das nicht. Kann mir das einer in einfachen Worten erklären? Und worauf muss ich beim Vergleich achten, um nicht über's Ohr gehauen zu werden?
Es geht um einen Ratenkredit über 15.000 Euro, Laufzeit 60 Monate. Die Banken werben beide mit "transparenten Konditionen", aber nach meinen bisherigen Erfahrungen bedeutet das noch lange nicht, dass ich wirklich alle Kosten auf den ersten Blick sehe.
Freue mich auf hilfreiche Antworten!
Hi Wolfgang,
gute Frage! Der Nominalzins ist nur der reine Zinssatz, den du auf deine Kreditsumme zahlst. Der Effektivzins hingegen berücksichtigt ALLE Nebenkosten – also Bearbeitungsgebühren, Vermittlungsgebühren, Versicherungen, wenn vorhanden, und weitere Kostenfaktoren. Das ist der echte Preis des Kredits.
Bei deinem Beispiel: 3,5% Nominalzins + versteckte Gebühren = am Ende der 3,8% Effektivzins. Der Unterschied mag klein wirken, aber bei 15.000 Euro über 60 Monate kann das schnell 300-500 Euro mehr kosten.
Mein Tipp: Immer die Kreditverträge Seite für Seite durchgehen. Manche Banken bauen da noch Provisionen rein, die in den Effektivzins einfließen, aber im Vertrag extra aufgeführt sind. Und achte auf Sondertilgungsgebühren – habe ich hier schon diskutiert, viele Banken verstecken da noch Kosten.
Bei 15k würde ich mindestens 5-6 Angebote einholen und die Effektivzinsen vergleichen – nicht die Nominalzinsen!