Ich bin da etwas skeptischer als die anderen hier. Gerade beim Thema KfW sollte man nicht einfach annehmen, dass es immer die beste Lösung ist. Die KfW-Konditionen klingen gut, aber die Hausbank, über die der Kredit läuft, kann trotzdem eigene Aufschläge draufpacken – und die sind manchmal schwer zu vergleichen, weil die Gesamtstruktur intransparent ist.
Ich hab dazu auch schon im Thread zu Gebühren bei Betriebsmittelkrediten geschrieben – das gilt teilweise auch für Investitionskredite. Mein Rat: Immer den effektiven Jahreszins verlangen, nicht nur den Nominalzins. Und auf versteckte Gebühren wie Bereitstellungszinsen oder Vorfälligkeitsentschädigungen bei früher Rückzahlung achten. Das wird oft nicht proaktiv kommuniziert.
Thomas, gute Frage. Was ich aus meiner Erfahrung mit Umschuldungen und Finanzierungsvergleichen sagen kann: Der entscheidende Fehler bei Investitionskrediten für Kleinbetriebe ist, dass viele Inhaber einfach das erstbeste Angebot der Hausbank nehmen, ohne zu vergleichen. Das ist bei Privatkrediten schon suboptimal, bei Firmenkrediten ist der potenzielle Schaden aber größer, weil die Summen meist höher sind und die Laufzeiten auch.
Konkret: Mehrere Angebote einholen, auch von spezialisierten Anbietern für KMU-Finanzierungen. Auf die Sondertilgungsoptionen achten – wenn der Betrieb läuft und mal mehr Puffer da ist, will man flexibel sein. Und ja, die KfW lohnt sich meistens, aber WolframKoch hat recht – den Effektivzins immer explizit anfragen, nicht schätzen lassen.
Für deinen Bekannten wäre auch ein Steuerberater mit Firmenkredit-Erfahrung sinnvoll, gerade wenn er das zum ersten Mal macht.