Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Unternehmensfinanzierung und stelle immer wieder fest, dass viele KMU-Inhaber die Kontoführungsgebühren bei ihrer Kreditkalkulation übersehen. Das ist ein Problem, das sich über die Jahre massiv aufsummiert.
Beim Firmenkredit wird ja oft nur auf Sollzins und Effektivzins geschaut. Aber was ist mit den monatlichen oder jährlichen Kontoführungsgebühren? Manche Banken verlangen 5-15 Euro pro Monat, andere bieten das kostenlos an – gerade wenn man seinen Geschäftsbetrieb dort läuft.
Meine Frage: Wie macht ihr das konkret? Rechnet ihr die Kontoführungsgebühren in eure Gesamtkreditkosten ein, oder werdet ihr da auch oft überrascht? Und gibt es Banken, die hier transparenter sind als andere?
Interessiert mich vor allem für kleinere Betriebe mit Jahresumsätzen unter 500k – da werden solche Gebühren oft zu Unrecht ignoriert.
Freue mich auf eure Erfahrungen.
Guter Punkt! Ich hatte das Thema schon mal in meinem Thread zu Girokonto und Kredit kombiniert angesprochen. Das Problem ist oft, dass Banken dir ein günstiges Kreditangebot machen, aber die Kontoführung teuer abrechnen. Besonders bei Geschäftskonten musste ich feststellen: Die Gebührenmodelle sind extrem unterschiedlich. Manche berechnen pauschal, andere pro Transaktion. Meine Erfahrung: Immer die Gesamtrechnung über 5-10 Jahre machen, nicht nur den Kreditzins vergleichen. Bei uns hat sich eine Online-Bank gelohnt, die kostenlos war – da spart man schnell 600-1000 Euro pro Jahr ein.