Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Baufinanzierung kritisch unter die Lupe zu nehmen und bin auf eine Frage gestoßen, die mich nicht loslässt: Meine Bank verlangt bei vorzeitiger Rückzahlung eine Vorfälligkeitsentschädigung. Das ist mir klar. Aber ich frage mich: Wenn ich jetzt im Sommer eine ordentliche Sondertilgung mache – lohnt sich das überhaupt noch, wenn ich am Ende wieder Gebühren zahlen muss?
Meine Situation: Ich habe noch etwa 8 Jahre Laufzeit, der Effektivzins liegt bei 2,8%. Ich hätte die Möglichkeit, 25.000 Euro extra zu zahlen. Meine Bank würde dann die Vorfälligkeitsentschädigung berechnen – basierend auf entgangenen Zinsen. Aber wie funktioniert das genau? Wird mir die Entschädigung von den eingesparten Zinsen aufgerechnet, oder ist das ein komplett separater Kostenfaktor?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wann lohnt sich Sondertilgung wirklich, und wann bin ich besser beraten, das Geld anders anzulegen?
Danke für eure Gedanken!
Werner, gute Frage – das ist genau der Punkt, wo viele Angebote unvollständig sind. Die Vorfälligkeitsentschädigung wird tatsächlich separat berechnet und zieht dir nicht einfach von den Zinsersparnissen ab. Grob gesagt: Bank rechnet aus, wieviel Zinsen sie durch die frühere Rückzahlung verliert, und das zahlt du als Kompensation.
Bei 2,8% und 8 Jahren könnte das durchaus im fünfstelligen Bereich liegen – also schau dir den genauen Vertrag an. Sondertilgung lohnt sich meist nur, wenn die Zinsen später massiv steigen oder dein Darlehen sehr hoch verzinst ist. Bei niedrigen Quoten wie deinen würde ich eher das Geld in andere Anlageformen mit besserer Rendite packen. Hast du den genauen Gebührenschlüssel von deiner Bank? Der sollte transparent ausgewiesen sein.