Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meinen ersten größeren Ratenkredit zu vergleichen und bin irgendwie verwirrt. Bei den Angeboten sehe ich immer zwei verschiedene Zinssätze: den Sollzins und den Effektivzins. Der Effektivzins ist dabei immer höher – manchmal um 1% oder mehr.
Ich verstehe, dass da irgendwelche Gebühren eingerechnet werden, aber was genau? Gehören da die Bearbeitungsgebühren dazu? Und gibt es Kreditangebote, bei denen Sollzins und Effektivzins näher beieinander liegen?
Auch interessiert mich: Wie wirkt sich das auf die Monatsrate aus? Wird die anhand des Sollzins oder des Effektivzins berechnet? Ich möchte wirklich verstehen, was der Kredit am Ende kostet, bevor ich einen Antrag stelle.
Freue mich auf eure Erklärungen!
Hi Marco,
gute Frage! Der Effektivzins ist sozusagen die "echte" Gesamtkostenquote deines Kredits. Im Effektivzins sind nämlich alle Kosten eingerechnet: der Sollzins (das ist die reine Zinsquote), dazu Bearbeitungsgebühren, Vermittlungsgebühren, Kontoführungsgebühren und alle anderen anfallenden Kosten. Der Effektivzins zeigt dir also, was der Kredit wirklich kostet.
Die Monatsrate wird nach dem Sollzins berechnet, aber am Ende zahlst du die Kosten des Effektivzinses. Das ist wichtig beim Vergleich: Immer auf den Effektivzins schauen, nicht auf den Sollzins!
Bei manchen Online-Banken liegen die beiden Zinssätze näher beieinander, weil sie weniger Gebühren nehmen. Das war auch der Grund, warum ich mich vor kurzem mit dem ganzen SCHUFA-Scoring auseinandergesetzt habe – da habe ich gelernt, dass deine Bonität auch die Zinsen beeinflusst.