Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon lange mit Firmenkreditstrukturen und deren Konditionen, aber jetzt stellt sich mir eine eher persönliche Frage: Ich will mir einen privaten Ratenkredit für eine Renovierung nehmen – nennen wir es mal 25.000 Euro über 60 Monate. Die Bank hat mir automatisch eine Restschuldversicherung ins Angebot reingepackt, die würde knapp 890 Euro zusätzlich kosten.
Ich kenne das Phänomen natürlich auch von Firmenkrediten, wo RSV oft zwangsweise mit drin ist. Aber bei Privatkrediten soll das ja optional sein. Meine Frage: Lohnt sich das wirklich, oder zahle ich da einfach nur für etwas, das ich nicht brauche? Was deckt so eine Versicherung überhaupt ab – nur Invalidität und Tod oder auch Arbeitslosigkeit?
Hat hier jemand konkrete Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, ob die RSV im Schadensfall wirklich greift, oder ist das eher eine versteckte Gewinnmarge für die Bank? Ich möchte das Ding nicht blind abschließen, aber auch nicht leichtfertig ignorieren.
Danke für eure Einschätzung!
Thomas, ich kann deine Skepsis nachvollziehen. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Kreditstrukturen: RSV bei Privatkrediten ist in den allermeisten Fällen eine echte Kostenfalle. Die Versicherung kostet relativ viel (bei deinen 25k und 890 Euro insgesamt gut 3,5% Aufschlag), deckt aber meistens nur sehr begrenzte Fälle ab – meist nur Berufsunfähigkeit und Tod, manchmal Arbeitslosigkeit, aber mit hohen Ausschlüssen und Wartezeiten.
Das Kernproblem: Die Leistungsquoten sind oft miserabel, die Banken verdienen deutlich mehr damit als tatsächliche Leistungen gezahlt werden. Mein Rat – lieber weglassen und das Geld in einen privaten Notfallfonds stecken. Bei einer soliden SCHUFA und regelmäßigem Einkommen brauchst du das nicht. Die 890 Euro sparst du dir und hast mehr Flexibilität.