Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mehrere Kreditangebote systematisch zu analysieren und bin auf ein Phänomen gestoßen, das mich verwirrt: Bei nahezu jedem Angebot wird mir eine Restschuldversicherung (RSV) angeboten – manchmal explizit, manchmal versteckt in den Gebühren. Die Prämien variieren erheblich zwischen den Anbietern, und ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was ich dafür konkret bekomme.
Meine Fragen:
1. Wie wird die RSV-Prämie eigentlich berechnet? Ist sie linear über die Laufzeit oder abhängig von Bonitätsmerkmalen?
2. Wenn ich einen Kredit über 24 Monate à 300 Euro aufnehme – wie viel kostet mich die RSV im Schnitt?
3. Gibt es Szenarien, wo eine RSV wirklich sinnvoll ist, oder zahle ich da einfach nur für etwas, das ich nicht brauche?
4. Beeinflußt die RSV den Effektivzins? Oder ist sie quasi "kosmetisch" dargestellt?
Ich versuche, die echten Gesamtkosten durchschaubar zu machen. Dazu gehört auch, zu verstehen, wo mir die Banken teure Optionen unterschieben.
Hallo Marcus,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Aus meiner Erfahrung als Rentner kann ich dir sagen: Die RSV ist oft eine versteckte Gewinnquelle für die Banken. Die Prämie wird typischerweise als Prozentsatz der Kreditsumme berechnet – meist zwischen 0,2% und 1,5% pro Jahr der ursprünglichen Summe.
Bei deinem Beispiel (7.200 Euro Gesamtkreditvolumen) könnte das zwischen 14 und 108 Euro zusätzlich sein – und das ist meist NICHT im Effektivzins enthalten, sondern wird separat aufgerechnet oder in den Gebühren versteckt.
Die Realität: Eine RSV macht nur Sinn, wenn du beruflich absicherungsbedürftig bist (Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit). Als Rentner lehne ich das kategorisch ab – bei mir gibt's diese Risiken nicht mehr. Mein Tipp: Immer explizit nachfragen, ob du die RSV wirklich brauchst, und sie ablehnen, wenn nicht. Das senkt deine Gesamtkosten messbar.