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[Gelöst] KfW-Modernisierungskredit vs. Privatkredit: Welche Gebühren fallen wirklich an?

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Thomas W.
Beiträge: 35
Themenstarter
(@thomasw)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#100]

Hallo zusammen,

ich plane gerade eine energetische Sanierung meines Hauses und vergleiche derzeit KfW-Förderprodukte mit klassischen Privatdarlehen von Banken. Bei meinen Recherchen stoße ich immer wieder auf unterschiedliche Gebührenstrukturen, die nicht direkt vergleichbar sind.

Bei der KfW lese ich von Bereitstellungszinsen, die anfallen, wenn das Geld nicht sofort abgerufen wird. Bei privaten Kreditgebern wiederum gibt es oft Bearbeitungsgebühren (manche werben damit, dass diese "kostenlos" sind). Meine Frage: Wie berechne ich den echten Effektivzins, wenn ich beide Varianten vergleiche?

Zum Beispiel: Ein KfW-Darlehen mit 2,5% Sollzins über 5 Jahre – welche weiteren Kosten kommen hinzu, bevor ich den realen Zinssatz kenne? Und bei einem Privatkredit mit 0€ Bearbeitungsgebühr – wie wird das kompensiert?

Ich möchte hier nicht auf Marketing hereinfallen. Wer hat konkrete Erfahrungen mit beiden Varianten gemacht und kann die Gebührenstrukturen transparent darstellen?

Danke für eure Hilfe!


1 Antwort
Klaus M.
Beiträge: 5
(@klaus_1956)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Thomas. Das ist ein häufiger Vergleichsfehler. Bei der KfW musst du beachten: Der angegebene Sollzins ist oft schon relativ günstig, aber hinzu kommen Bereitstellungszinsen (ca. 0,25% pro Monat auf nicht abgerufene Beträge) und ein Auszahlungsaufschlag (unterschiedlich nach Produkt). Diese erhöhen deinen echten Effektivzins.

Bei privaten Kreditgebern, die mit "0€ Bearbeitungsgebühr" werben: Das ist seit 2021 eh Standard, weil Bearbeitungsgebühren grundsätzlich nicht mehr erlaubt sind, wenn die Bank das Darlehen selbst verwenden würde. Die verstecken sich dann oft im Sollzins selbst – der ist deshalb höher als bei der KfW.

Mein Tipp: Lass dir immer beide Varianten im Effektivzins-Angebot kalkulieren. Das macht eine Bank beim Kreditvergleich sowieso. Da siehst du dann schwarz auf weiß, was dich wirklich kostet. Die KfW ist in vielen Fällen trotzdem günstiger, aber nicht automatisch – es kommt auf deine Tilgungsfähigkeit und den genauen Auszahlungsplan an. Im Detail zeige ich das auch hier, wie man das Kleingedruckte richtig liest.


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