Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiver mit den Gebührenstrukturen bei Kreditvergabe und bin auf eine Frage gestoßen, die ich so im Forum noch nicht befriedigend beantwortet gefunden habe: Wer trägt eigentlich die Kosten für SCHUFA-Abfragen und in welchem Umfang?
Mich interessiert konkret: Muss ich als Kreditantragsteller für jede SCHUFA-Abfrage zahlen? Gibt es unterschiedliche Gebührenmodelle je nach Bank? Kann es sein, dass bei mehreren Kreditanfragen innerhalb kurzer Zeit mehrfach Gebühren anfallen – und müssen die Banken das vorher transparent machen?
Ich vergleiche gerade verschiedene Kreditangebote und möchte wissen, ob diese SCHUFA-Kosten in der Effektivzinsberechnung enthalten sind oder ob die getrennt abgerechnet werden. Besonders bei Umschuldungen kann das ja relevant sein, wenn mehrere Banken anfragen.
Hat jemand konkrete Erfahrungen damit gemacht oder kann mir die rechtliche Seite erklären? Danke!
Bei Firmenkrediten ist das ähnlich – wir zahlen die SCHUFA-Abfrage als Kreditgeber selbst. Keine separaten Gebühren für den Antragsteller. Würde mich wundern, wenn das bei Privatpersonen anders sein sollte.
Die SCHUFA-Abfrage zahlt die Bank, nicht du. Das ist rechtslich klar geregelt – die haben ein berechtigtes Interesse, dich zu überprüfen. Aber Achtung: Jede Abfrage wird als "Anfrage von Kreditinstituten" in deinem SCHUFA-Profil dokumentiert. Mehrere Anfragen kurz hintereinander können den Score etwas drücken, weil es so aussieht, als würdest du überall Kredite beantragen. Das sollte aber wieder vergessen sein nach ein paar Monaten.
Hier muss ich ein bisschen kritischer werden: Es gibt durchaus Anbieter – gerade im Online-Bereich – die da unsaubere Modelle fahren. Manche verstecken die SCHUFA-Kosten in den Gesamtgebühren oder rechnen da fragwürdig ab. Mein Tipp: Im Kreditvertrag explizit nachschauen, wie SCHUFA-Gebühren behandelt werden. Seriöse Banken nennen das transparent. Und ja, mehrfache Anfragen können dir schaden – das ist auch ein Grund, Vergleichsrechner zu nutzen, statt überall einzeln anzufragen.
Kurz und knapp: Normalerweise die Bank. Bei Direktbanken hab ich das genauso erlebt wie bei Filialbanken. Was mir wichtig war, als ich vor 15 Jahren noch aktiv war und jetzt wieder einsteige – die Abfrage wird nur mit deinem schriftlichen Einverständnis gemacht.