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Umschuldung bei gesunkenen Zinsen: Wann lohnt es sich wirklich?

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FirmenKreditPro47
Beiträge: 52
Themenstarter
(@firmenkreditpro47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#60]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Unternehmensfinanzierung und habe gerade eine interessante Situation: Wir haben noch zwei laufende Firmenkredite aus 2021/2022, bei denen die Zinssätze damals zwischen 4,5% und 5,2% lagen. Jetzt im Juli sehe ich bei einigen Online-Anbietern und auch bei klassischen Banken deutlich bessere Konditionen – teilweise unter 3,8% für vergleichbare Laufzeiten.

Bevor ich mich mit meiner Bank hinsetze oder Angebote einhol, möchte ich die Sache mal durchdenken: Woran erkenne ich wirklich, ob sich eine Umschuldung rechnet? Ich meine nicht nur die reinen Zinsersparnisse, sondern auch Vorfälligkeitsentschädigungen, Nebenkosten, Bearbeitungsgebühren bei den neuen Anbietern. Einige Online-Kreditgeber werben ja mit "kostenlos", aber ich bin da skeptisch.

Wie geht ihr da vor? Gibt es eine Faustregel oder einen konkreten Rechner-Ansatz? Und wie berücksichtigt ihr die Restlaufzeit – macht eine Umschuldung bei kurzer Restlaufzeit überhaupt Sinn?

Freue mich auf eure praktischen Erfahrungen.


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6 Antworten
Marco_1978
Beiträge: 33
(@marco_1978)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Gute Frage, FirmenKreditPro47. Bei meinen Umschuldungsanalysen nutze ich immer folgende Rechnung: Die Zinsersparnis pro Jahr multipliziert mit der Restlaufzeit minus Vorfälligkeitsentschädigung und Gebühren des neuen Kreditgebers. Mindestens 2-3% Zinsersparnis sollten es schon sein, sonst wird es zu eng. Bei deinen Konditionen (4,5-5,2% zu unter 3,8%) hast du ja durchaus Potenzial. Ich würde aber auch checken, ob die neue Bank bessere Konditionen bei Sondertilgungen bietet – das ist oft unterschätzt. Hier in meinem letzten Projekt habe ich das massiv unterschätzt und mir später gereut.


Antwort
R.Becker
Beiträge: 62
(@r-becker)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Nach langer Zeit im Forum bin ich wieder aktiv und das ist genau das Thema, das mich interessiert. Ich würde parallel zur Zinsersparnis auch die Flexibilität checken – viele neue Online-Angebote sind standardisiert und bieten weniger Spielraum bei Sondertilgungen oder bei Anpassungen im Geschäftsverlauf. Das ist bei Firmenkrediten oft wichtiger als 0,3% Zinsersparnis.


Antwort
WolframKoch
Beiträge: 39
(@wolframkoch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist ja interessant, aber sei vorsichtig: Die Online-Anbieter mit "kostenlos" haben oft versteckte Gebühren in den Nebenkosten oder in der Kreditvergabe selbst. Ich habe das gerade bei meiner Recherche für einen Betriebsmittelkredit festgestellt – was am Anfang günstig aussah, war am Ende teurer. Meine Empfehlung: Hole dir drei konkrete Angebote ein (eine Hausbank, eine Online-Bank und eine Spezialbank für Firmenkredite) und vergleiche die Effektivzinsen direkt miteinander. Das ist die einzig verlässliche Methode.


Antwort
BaufinanziererWieder47
Beiträge: 45
(@baufinanziererwieder47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurze Anmerkung: Bei baufinanzierten Projekten sieht das ganz anders aus als bei reinen Firmenkrediten – da lohnt sich Umschuldung oft schon ab 0,5% Ersparnis. Aber für deine Situation als KMU-Unternehmer mit klassischen Firmenkrediten brauchst du definitiv höhere Schwellenwerte.


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