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[Gelöst] Anschlussfinanzierung: Zinsbindung jetzt fixieren oder noch warten?

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Werner B.
Beiträge: 6
Themenstarter
(@werner-bachmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen
[#84]

Hallo zusammen,

vor etwa 2 Jahren habe ich einen Baudarlehen mit 10 Jahren Zinsbindung aufgenommen. Jetzt im August merke ich langsam, dass ich mich bald mit der Anschlussfinanzierung auseinandersetzen muss – in knapp 2 Jahren läuft die Bindung aus.

Mein Problem: Ich will nicht in die typischen Gebührenfallen tappen, die Banken gerne verstecken. Bei meinem aktuellen Kredit habe ich schon gemerkt, dass die Effektivzinsen im Angebot ganz anders aussehen als das, was ich am Ende zahle.

Nun die konkrete Frage: Macht es Sinn, schon jetzt bei aktuellen Zinssätzen eine Forward-Darlehen abzuschließen? Oder sollte ich noch bis nächstes Jahr warten? Worauf muss ich bei den Konditionen achten – gibt es versteckte Gebühren beim Zinsbindungswechsel, die ich übersehen könnte?

Ich möchte hier nicht auf irgendwelche Lockangebote hereinfallen. Hat jemand konkrete Erfahrungen damit, wie transparent die Banken ihre Anschlussfinanzierungen wirklich kalkulieren?


5 Antworten
Marco F.
Beiträge: 24
(@marco_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Gute Überlegung, jetzt schon zu planen. Ich hatte ähnliche Fragen bei meiner letzten Umschuldung. Das Wichtigste: Vergleich nicht nur die Zinssätze, sondern auch, welche Banken kostenlose Sondertilgungen anbieten. Das spart am meisten langfristig ein.

Zum Forward – würde ich persönlich noch 1-2 Jahre warten, wenn es finanziell passt. Die Gebühren dafür sind meist höher als die Zinsersparnis braucht.


Antwort
BaufinanziererWieder47
Beiträge: 45
(@baufinanziererwieder47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Werner, ich bin da gerade selbst dran. Das Wichtigste ist, dass du nicht auf die Standardangebote deiner aktuellen Bank vertraust. Direktbanken machen bei Anschlussfinanzierungen oft bessere Konditionen – habe das gerade bei meinem Vergleich gesehen.

Zum Timing: Nutze die 2 Jahre noch. Sprich in 12-18 Monaten konkret mit mehreren Banken. Forward ist sinnvoll, wenn die Zinsen stabil bleiben oder steigen – bei Unsicherheit lieber flexibel bleiben und dann anschließen. Und ja, achte auf versteckte Gebühren bei Makler, Bearbeitung und Schnelligkeit.


Antwort
FirmenKreditPro47
Beiträge: 52
(@firmenkreditpro47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bei Firmenkrediten sehe ich das ähnlich – die Gebührenmodelle sind oft intransparent. Bei Baufinanzierungen ist es da etwas regulierter, aber nicht weniger tückisch. Mein Tipp: Lassen Sie sich die Maklergebühren schriftlich bestätigen und ob diese in den Effektivzins einfließen oder separat berechnet werden. Das ändert die Rechnung erheblich.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 26
(@klaus_1958)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Gute Frage, Werner. Das ist genau der Punkt, wo viele Kreditnehmer blind unterschreiben. Forward-Darlehen können sinnvoll sein, aber die Gebührenstruktur ist entscheidend.

Meine Empfehlung: Rechnen Sie konkrete Szenarien durch. Ein Kreditrechner hilft dabei, die Gesamtbelastung (Nominalzins + alle Gebühren + Makler, falls nötig) zu vergleichen. Forward-Zinsen sind teurer als reguläre Anschlusszinsen – dafür sichern Sie sich Planungssicherheit.

Bei der Bank direkt nachfragen, ob es für Anschlussfinanzierungen Bearbeitungsgebühren gibt – das ist oft ein versteckter Kostenpunkt. Auch Sondertilgungen sollten kostenlos bleiben. Vergleichen Sie mindestens 3 Angebote, nicht nur Ihre Hausbank.

Zinsprognosen für 2-3 Jahre sind ohnehin Spekulation. Planen Sie realistisch mit dem, was verfügbar ist.


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