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SCHUFA-Score-Spanne: Warum bekommen wir unterschiedliche Zinsangebote?

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T.Bergmann
Beiträge: 50
Themenstarter
(@t-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#80]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt schon einige Jahre intensiv mit Kreditvergleichen und habe festgestellt, dass die Zinssätze für identische Kreditsummen und Laufzeiten zwischen verschiedenen Banken extrem variieren – und das liegt meiner Beobachtung nach hauptsächlich am SCHUFA-Score.

Mich würde interessieren: Nach welchen genauen Kriterien berechnen die Banken ihre bonitätsabhängigen Zinsen? Gibt es da eine Art Schwellenwert, ab dem die Rate plötzlich um 0,5 oder 1 Prozent springt? Ich habe bei mir selbst bemerkt, dass nach einer erfolgreichen Tilgung der Score um 15 Punkte gestiegen ist – und das Angebot der gleichen Bank wurde daraufhin 0,3 % günstiger.

Was mich besonders interessiert: Kann man als Kreditnehmer transparent einsehen, welcher Score-Wert hinter welchem Zinsangebot steckt? Oder ist das für Banken einfach ein Geschäftsgeheimnis? Habt ihr da Erfahrungen gemacht bei euren Vergleichen?

VG T.Bergmann


4 Antworten
Thomas M.
Beiträge: 30
(@kritiker_1972)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hinterfrage das auch immer wieder. Deine Beobachtung ist korrekt, aber ganz ehrlich: Banken werden dir niemals sagen, bei welchem SCHUFA-Wert sie die Zinsen springen lassen. Das ist bewusst undurchsichtig. Was mich stört – Marketing-Angebote wie "ab 2,9% Sollzins" sind irreführend, weil nur extrem wenige Kunden diesen Zins kriegen. Der durchschnittliche Kunde mit mittlerem Score zahlt 0,5-1,0% mehr. Das sollte transparenter sein.


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 36
(@thomas-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Interessante Beobachtung. Technisch könntest du mit einem Kreditrechner und mehreren Bankabfragen das selbst herausfinden – indem du gezielt Score-Werte variiertst und schaust, wann sich die Angebote ändern. Mach das über ein paar Wochen und du siehst die Muster. Was ich bei meinen Vergleichen gelernt habe: Die Schwellenwerte liegen oft bei 600, 650, 700, 750, 800. Aber nicht immer – manche Banken granularer.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 8
(@marcuskeller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Genau da haue ich immer drauf rum. Die Banken nutzen sogenannte Scoring-Modelle, die teilweise proprietär sind – also nicht öffentlich gemacht werden. Was ich systematisch beobachtet habe bei meinen Vergleichen: Es gibt tatsächlich Score-Banden. Zb. von 600-650, 650-700, 700-750. Jede Bande kriegt einen anderen Zinsaufschlag. Das Problem: Diese Banden sind nicht standardisiert. Eine Bank könnte 600-670 als eine Kategorie haben, die nächste macht 600-650. Deshalb die großen Unterschiede.


Antwort
Klaus W.
Beiträge: 29
(@klaus-werner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Sehr gute Frage, T.Bergmann. Ich beschäftige mich schon über 15 Jahren damit und kann dir eins sagen: Es hat sich wenig verbessert bei der Transparenz. Ja, es gibt Schwellenwerte – bei den meisten Banken so um die 50-Punkte-Schritte. Aber die genaue Rechnung? Bleibt verschlossen. Mein Tipp: Arbeite mit deiner Hausbank zusammen, wenn sie dir vertraut. Die können dir manchmal mehr erklären als Direktbanken, weil sie dich persönlich kennen. Und immer mehrere konkrete Angebote einholen – nicht nur die Bandbreite, sondern zeitversetzt.


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